Interview

Ein großer Schritt für die klinische Kommunikation und Zusammenarbeit

Join gibt es jetzt auch für PC und Laptop



31.08.2020; Lesedauer: 5 Minuten

Ab sofort können Join-Nutzer*Innen auf eine Web-Version des klinischen Messengers zugreifen. Julia Opstals, Head of Applications bei Allm EMEA, erklärt Join Web und verrät, auf welche Neuerungen sich die User freuen können.

 

Zum klinischen Messenger Join gibt es jetzt auch eine Web-Version. Welche Gedanken stecken hinter Join Web?

Julia: Wir wollen unsere Nutzer*Innen bestmöglich bei ihrer Arbeit unterstützen, und es ist kein Geheimnis, dass Kommunikation ein wichtiger Baustein erfolgreicher Patientenversorgung ist. Mit unserem klinischen Messenger Join ermöglichen wir medizinischen Fachkräften eine schnelle und sichere Kommunikation – von Smartphone zu Smartphone. Aber es gibt auch viele Aufgaben, die am PC erledigt werden müssen: Befunde erstellen, Labordaten auswerten oder Analysen schreiben. Die Kommunikation mit KollegInnen erfolgte dann bisher über Telefon, Fax oder E-Mail, und war vor allem eins: umständlich und bruchstückhaft. Mit Join Web lösen wir diesen Medienbruch auf: Medizinische Fachkräfte können Join jetzt so einsetzen, wie es die Situation erfordert – mobil oder von einem festen Arbeitsplatz aus. 

 

Es ist also egal, ob medizinische Fachkräfte am Smartphone sind oder am PC arbeiten, in beiden Fällen können sie via Join chatten?

Julia: Genau! Die Daten werden im Hintergrund synchronisiert, Nutzer*Innen können also geräteübergreifend arbeiten. Einen Chat am PC beginnen, ein Bild hochladen und später am Smartphone weiter chatten und ein DICOM-Dataset streamen – mit Join kein Problem.

 

Welche Features bietet Join Web? Und was ist neu?

Julia: Alle Funktionen, die Nutzer*Innen von der mobilen Version kennen, sind auch auf Join Web verfügbar: Chats starten, Patientenfälle anlegen, PDF-Dokumente oder Bilder teilen. Zusätzlich bietet Join Web komfortable, neue Funktionen: Nutzer*Innen können etwa Chat-Verläufe, Dokumente, Fotos und Videos herunterladen und in der elektronischen Patientenakte (ePA) ablegen. Der integrierte DICOM-Viewer lässt sich auch in der Web-Version uneingeschränkt nutzen, auch an einem Extra-Monitor. So können CT-Bilder zum Beispiel an einem Befundungsmonitor angeschaut werden. Außerdem sind Video- und Sprachanrufe von Join Web zu mobilen Endgeräten möglich. Es war nie einfacher, sich mit Kolleg*Innen auszutauschen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.


Wie kann das konkret aussehen?

Julia: Ein gutes Beispiel ist Wundmanagement. Bisher läuft es meist so: Die Pflegefachkraft ist zum Beispiel bei einer Patientin und muss deren Wunde dokumentieren. Erstmal muss die Kamera gesucht werden, die irgendwo auf der Station liegt. Im besten Fall ist die SD-Karte auch in der Kamera und steckt nicht noch in einem PC – und genug Speicherplatz gibt es auch. Zurück bei der Patientin muss das Foto gemacht werden. Dann wieder zurück zum PC, das richtige Bild auswählen, übertragen und in der Patientenakte ablegen – ein zeitintensiver und umständlicher Prozess, bis das Wundfoto schließlich in der Patientenakte abgelegt ist. Mit Join lässt sich der komplette Workflow deutlich beschleunigen: Die Wunde kann mit dem Smartphone fotografiert und in den entsprechenden Chat gesendet werden. Zurück am PC, lässt sich das Wundfoto direkt aus dem Chat in der ePA abspeichern. Ein weiterer Vorteil: Im Chat kann auch die behandelnde Ärztin, die im Krankenhaus unterwegs ist, das Foto anschauen und ggf. Anweisungen geben, wenn die Wunde anders versorgt werden soll.

 

Zum Thema Datensicherheit: Was ist, wenn die Downloadfunktion von der Klinik beispielsweise gar nicht gewollt ist?

Julia: Kliniken können selbst entscheiden, die Downloadfunktion zu aktivieren. Damit lässt sich Join Web gut an die klinikinternen Richtlinien anpassen. Natürlich ist Join Web wie unsere App Join DS-GVO-kompatibel und erfüllt alle Regularien zu Datenschutz bzw. Datensicherheit.


Julia, vielen Dank.